Der Grill’sche Altarm im Niedwald

Der Grill’sche Altarm liegt ganz idyllisch inmitten des Niedwalds. Mit einer Länge von rund 600m und einer Wasserfläche von 29.000m2 ist er der größte Altarm der Nidda. Gemeinsam mit seinem westlich gelegenen, kleineren Nachbarn namens „Waldspitze“ ist der Grill’sche Altarm in den 20er Jahren durch die Flussbegradigung der Nidda entstanden. Er begünstigt durch seine Lage eine artenreiche Flora und Fauna im Niedwald: Mit etwas Glück entdeckt der geduldige Beobachter etwa einen Eisvogel, Biberraten oder die Rotwangen-Schmuckschildkröte.

Diese schöne Stadtnische hat uns Karen gezeigt.

Stadtnischen: Wer bist du?

Karen: Ich bin Karen und wohne mit meinen beiden Katzen am Rande des Niedwalds. Ursprünglich komme ich aus Nordrhein-Westfalen. Ich bin 1989 wegen eines Jobs nach Frankfurt gezogen und hätte damals noch nicht gedacht, dass ich so lange bleiben werde. In Nied fühle ich mich sehr wohl. Es gehört zwar zur Stadt Frankfurt, fühlt sich für mich aber eher wie ein Dorf an. Ich bin schnell auf der Autobahn, schnell in der Innenstadt und natürlich schnell in der Natur. Das ist mir wichtig, denn ich bin gerne draußen unterwegs.

Stadtnischen: Was ist für dich besonders an deiner Stadtnische?

Karen: Vor einiger Zeit habe ich einen Kurs des „Wurzeltrapps“ besucht. In einer kleinen Gruppe haben wir uns ein Jahr lang in jedem Quartal getroffen und die Veränderungen in der Natur und in uns selbst beobachtet. Nach jedem Treffen gab es eine Aufgabe. Einmal sollten wir uns einen ruhigen Platz suchen, an den wir täglich zurückkehren. Dieser Ort hier, dieser Baumstumpf – das war mein Platz. Hier kommen nur wenig Leute vorbei, daher hat man viel Ruhe und kann unabhängig vom Wetter Pflanzen und Tiere beobachten. Für mich ist es ein außergewöhnlicher Ort.