Der Sender Heiligenstock bei Seckbach

Am 10. Juli 1926 ging der Sender Heiligenstock als Sendeeinrichtung für Mittelwellenrundfunk des heutigen Hessischen Rundfunks in Betrieb. Im März 1945, kurz bevor die US-Armee anrückte, wurde die Anlage von den Nazis gesprengt. Heute erkennt man in den Ruinen noch die alte Anlage, die vier Betonsockel, auf denen die Stahlstreben des Turms montiert waren, sowie die Verankerungen für den damaligen Sendeturm. Der Sender Heiligenstock wurde ab 1947 wieder als mobile Anlage eingesetzt und schließlich im Jahr 1967 demontiert und vom neuen Mittelwellensender in Weiskirchen abgelöst.

Diese schöne Stadtnische hat uns Jörg gezeigt.

Stadtnischen: Wer bist du?

Jörg: Ich bin Jörg und nach 20 Jahren in München lebe ich nun seit ebenfalls 20 Jahren in Frankfurt. Ich mag die Stadt einfach. Es ist multikulti, hier ist immer etwas los. Es ist zwar eine Großstadt – aber eine kleine, kompakte: Ich bin schnell auf der Zeil und genauso schnell im Grünen. Das ist mir wichtig, denn ich gehe super gerne raus, zum Wandern und Spazieren. Als Flugbegleiter bin ich viel unterwegs. Deshalb ist mir Heimat unglaublich wichtig und hier fühle ich mich zu Hause. Preungesheim ist meine Basis, hier tanke ich meine Batterien auf.

Stadtnischen: Was ist für dich besonders an deiner Stadtnische?

Jörg: Hier oben bei den Streuobstwiesen kann man wunderbar unter einem Obstbaum sitzen und ein Buch lesen. Oder abends bei einer kleinen Flasche Wein den Sonnenuntergang genießen. Es ist ein cooler, spannender Ort mit Fernblick und ohne richtige Wanderwege. Auf der einen Seite sieht man die Hochhäuser, auf der anderen Seite den Taunus. Es gibt hier richtig alte Apfelbäume, die im Frühling und im Herbst wunderschön sind. Daneben stehen die massiven, bunt besprühten Ruinen. Graffiti und Apfelbaum – ich finde, das beschreibt Frankfurt als Stadt, das gehört hier einfach zusammen.