Die WEST-Ateliers im Gallusviertel

Dieter betrachtet hier Kunstwerke von Carmen McPherson, die im Atelier von Michael Boeck, dem „Be Poet Offspace“, ausgestellt sind. Gemeinsam mit weiteren Künstler*innen nutzt dieser die ehemals leerstehenden Läden der Hellerhofsiedlung als Atelier. Die Gebäude der Siedlung wurden in den 20er Jahren vom Bauhaus Architekten und Designer Mart Stam entworfen und stehen heute unter Denkmalschutz. Die Künstler*innen präsentieren in den mehr als 20 Schaufenstern ihrer Ateliers kreative Werke aus unterschiedlichen Kunstgattungen. Zudem finden dort regelmäßig Ausstellungen, Lesungen, Workshops und Performances statt.

Diese schöne Stadtnische hat uns Dieter gezeigt.

Stadtnischen: Wer bist du?

Dieter: Ich bin Dieter und wohne bereits seit über dreißig Jahren im Gallus. Das Viertel mag nicht den besten Ruf genießen – aus meiner Sicht zu Unrecht, denn ich fühle mich hier sehr wohl. Die Vielfalt der Menschen ist spannend und man kommt schnell miteinander ins Gespräch. Alles ist nah beieinander und somit fußläufig erreichbar. So auch mein Arbeitsplatz oder mein Proberaum im „MUSIKBUNKER Schmidtstraße“, denn ich mache in meiner Freizeit seit über vierzig Jahren Musik.

Stadtnischen: Was ist für dich besonders an deiner Stadtnische?

Dieter: Gerade während des Lockdowns genieße ich es sehr, beim Spazierengehen in die hellen, bunten Schaufenster der WEST-Ateliers zu schauen. Museen und Galerien haben zurzeit geschlossen und hier finde ich einen kleinen Ersatz, einen Hoffnungsschimmer. Hier gibt es noch Kunst zum Anschauen. Für mich strahlt diese Nische etwas sehr Warmes aus.