Flanieren in der Braubachstraße

„Von dem alten Zeug haben wir genug“, soll Frankfurts Oberbürgermeister Franz Adickes geäußert haben und meinte mit dem „alten Zeug“ die Altstadthäuser Frankfurts. Zwischen 1904 und 1906 mussten mehr als Einhundert dieser historischen Bauten, zum Teil noch aus dem Mittelalter stammend, weichen und Platz für eine neue Straße machen: Die Braubachstraße. Ihre Aufgabe: Das Frankfurter Straßenbahnnetz verlängern und somit die Altstadt mit ihren damals stickigen, engen und häufig nur schlecht zugänglichen Gassen neu beleben. Heute lässt es sich auf den knapp 300 Metern ganz wunderbar schlemmen, entdecken, bummeln und flanieren.

Diese schöne Stadtnische hast uns Marion gezeigt.

Stadtnischen: Wer bist du?

Marion: Ich bin Marion, habe den größten Teil meines Lebens in Frankfurt gewohnt und arbeite auch für die Stadt Frankfurt. Mein großes Thema ist das „Flanieren“, das ich liebe und kombiniert mit der Fotografie ausgiebig lebe. Dadurch habe ich in den letzten Jahren so viele schöne Ecken kennengelernt, die ich vorher gar nicht wahrgenommen hatte. Meine „Flanier-Utensilien“, die ich immer dabei habe: Kaffeetasse, Kamera, passende Literatur und Flanier-Aufkleber.

Stadtnischen: Was ist für dich besonders an deiner Stadtnische?

Marion: Die Braubachstraße ist mein Dorfplatz. Hier starten oder enden meine Touren häufig. Es gibt auf beiden Straßenseiten viele Galerien, die Museen sind in der Nähe und ich finde es im Moment unheimlich schön, Kunst durch die Schaufenster zu betrachten. Es ist wunderbar, wenn dann gegen Mittag die Sonne herauskommt: An jeder Ecke gibt es Kaffee oder Gastronomie und man kommt sehr schnell mit anderen ins Gespräch. Zum Schluss noch ein Tipp von mir: Die Straße hat eine wahnsinnig interessante Entwicklung genommen und auch einige der alten Bauten sind noch erhalten. Schlüpft in die Hinterhöfe und schaut euch um! Dafür ist die Straße prädestiniert.