Graffiti und Bahnhofsgrün in Rödelheim

Die Initiative „Bahnhofsgrün“ wurde vom Quartiersmanagement Rödelheim-West und Rödelheimer Bürgern ins Leben gerufen. Sie wird vom BUND Frankfurt unterstützt. Die Grünfläche ist unterteilt in einen Staudenbereich und eine Wildblumenwiese, die zwei Mal im Jahr händisch – und somit schonend – mit der Sense gemäht wird. Das Projekt möchte für die naturnahe Gestaltung von Grünräumen in der Stadt werben und bietet mit den größtenteils einheimischen Pflanzen vielen Insektenarten eine Heimat.

Diese schöne Stadtnische hat uns Michael gezeigt.

Stadtnischen: Wer bist du?

Michael: Ich bin Michael, wohne in Rödelheim und bin freiberuflicher Künstler und Dichter (BePoet). In Rödelheim leben sehr viele Künstler und Musiker, ich selbst bin bereits seit mehr als 30 Jahren hier. In meiner Kunst finden häufig urbane Themen wie Architektur, Stadtentwicklung und Regionales Ausdruck. Ich mache viel Konzeptkunst, bilde etwa Frankfurter Abrisshäuser in Siebdruck ab.

Stadtnischen: Was ist für dich besonders an deiner Stadtnische?

Michael: Für mich ist die Bahnhofsgegend ein zentraler Punkt in Rödelheim. Ich wohne ganz in der Nähe und laufe oft hier entlang. Mir gefällt der Kontrast zwischen einer wilden Blumenwiese einerseits und urbanem Beton, das mit lokalen Frankfurter Motiven besprüht ist, andererseits. Es ist schön zu sehen, wie die Wildblumen wachsen, die Steinbirnen Früchte bekommen, wer zur Pflanze des Monats gekürt wurde, und wie alles im Winter ganz weihnachtlich mit roten Schleifen geschmückt wird.